Dialog Nr. 49: Populismus und Polemik. Wertediskussion herausgefordert durch den Rechtspopulismus

Sonntag, 19. November 2017, 16-19h

Saal L’esprit der Heiliggeistkirche, Laufenstr. 44, Basel

Mit René Rhinow, Jurist und ehem. Ständeratspräsident und Lucrezia Meier-Schatz, Politikwissenschaftlerin und ehem. Nationalrätin

Praktisch europaweit rückt die Politik seit Jahren nach Rechts. Triebkräfte sind populistische Politiker und Kreise, die für komplexe Probleme vermeintlich einfache Lösungen anbieten und sich dabei die Medien geschickt zu eigen machen. Ihr Nährboden sind tiefsitzende Ängste in der Bevölkerung und Verunsicherungen, die durch den beschleunigten Wandel unserer Gesellschaften entstehen: Digitale Revolution, Migration, alternde Gesellschaft. Die Spezialität der Rechtspopulisten ist, dass sie eine Identität beschwören, mit Hilfe derer sie andere ausgrenzen.

Was auffällt: Rechtspopulisten sind Besitzstandswahrer, die nicht teilen wollen. Geiz ist geil. Sie scheinen das natürliche politische Produkt eines kaum noch hinterfragten Kapitalismus zu sein. Bürgerliche Parteien, profitieren daher von den Populisten und verhelfen ihren Anliegen nicht selten zum Durchbruch. Ohne sie geht es nicht. Aber auch die Stammwählerschaft sozialdemokratischer Parteien ist nicht davor gefeit, der populistischen Schwarzweissmalerei zu verfallen.

Wir diskutieren, welches Kraut gegen das stete Vordringen einer rechtspopulistischen Mentalität gewachsen ist, und wie es am besten verabreicht werden sollte.

Kommentar abschicken