Was mir heilig ist (Dialoge 54-59)

Was mir heilig ist

Persönlichkeiten aus Kunst und Literatur im Gespräch mit Theologinnen und Theologen

In der Reihe 18/19 gehen die fünf Dialoge des Forums für Offene Katholizität (FOK) der sehr persönlichen und zugleich ausgesprochen öffentlichen Frage nach, was uns eigentlich heilig ist. Persönlichkeiten aus der bildenden Kunst, Literatur, Musik und der Architektur stellen sich mithilfe ihrer Werke dieser Frage und treten ins Gespräch mit ausgewählten Theologinnen und Theologen.

Religiöse Haltungen und Vorstellungen werden nicht nur auf der Kanzel, in Hörsälen oder in der politischen Arena verhandelt, sondern auch in Kunst und Literatur thematisiert. Dabei spielt die sinnliche Erfahrbarkeit des Heiligen und Göttlichen eine wichtige Rolle. Wie kommt die religiöse Erfahrung des Heiligen und das Ergriffensein von etwas Unbedingtem künstlerisch zum Ausdruck? Und wie gelingt der Theologie das Gespräch mit solchen Versuchen?

Kunst und Literatur haben sich schon immer mit religiösen und spirituellen Themen befasst und dabei nicht nur die vorherrschenden Empfindungen und Ansichten wiedergegeben, sondern vielfach auch Anstoss zu Grenzerweiterungen, Perspektivenwechsel und neuen Deutungsmustern gegeben. Wo stehen wir heute diesbezüglich? Wie nehmen Theologie und Kirche diese «Anstösse» auf? Inwiefern stellen sie sich den Herausforderungen, die von Kunst und Literatur heute ausgehen?

Die sinnliche Erfahrung und das Körperbewusstsein sind für viele Menschen heute ein wichtiger Zugang für Spiritualität und Religion. Auch wenn sie sich nicht ausdrücklich religiös oder gar theologisch verstehen, haben Kunst und Literatur Zugänge zum Heiligen, die der Theologie und ihrer Rationalität verwehrt sind. Zeitgenössische Kunstformen haben diese Zugänge ausserdem entscheidend erweitert: Film, Comics, Poetry Slam, Rap usw.

Josef Estermann

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